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Auf
der konstituierenden Sitzung der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz am 8./9.
Dezember 2005 wurde Norbert Schindler zum Kammerpräsidenten gewählt. Er
tritt die Nachfolgt von Ökonomierat Günther Schartz an, der 18 Jahre
die Kammer als Präsident geführt hat.
Als
Landfrauenverbände in Rheinland-Pfalz hatten wir immer einen festen und gesetzten
Platz in der Kammer. Dafür danken wir Ökonomierat Schartz. Er persönlich
hat immer Wert darauf gelegt alle Mitglieder des Landfrauenverbandes zur Stärkung
des ländlichen Raumes, der bäuerlichen Interessen und der Landwirtschaftskammer
Rheinland-Pfalz einzubinden. "Wir freuen uns, dass Norbert Schindler,
der Bundestagsabgeordnete und Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz
Süd, zum Präsidenten der Landwirtschaftskammer gewählt wurde. Wir
wissen, dass er diese Aufgaben gut und geschickt im Sinne der bäuerlichen
Familien bewältigen wird", so Christa Klaß, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft
der Landfrauenverbände in Rheinland-Pfalz auf der Vollversammlung der LWK
in Bad Kreuznach. Politik braucht die Verbände und Organisationen und
diese wiederum brauchen ihrerseits die Poli-tik. Die Unterstützung durch
den eigenen Berufsstand bringt auch mehr Gewicht in die politischen Forderungen
der Abgeordneten.
Vorgeschlagen
für das Amt zur Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer begründete
Christa Klaß diesen Anspruch, nicht nur als Politikerin, sondern auch als
Vertreterin der Landfrauen. Die Reihe der Frauen in der Vollversammlung sei mit
11 Frauen genau gleich geblieben wie in der letzten Legislatur. Dies seien gerade
mal 13, 75 % der Mitglieder. Zum Vergleich: im Landtag Rheinland-Pfalz liege der
Frauenanteil bei 34 % und im Europäischen Parlament bei 31 %. In dem
Anspruch der Landwirtschaftskammer, als Institution für die bäuerlichen
Familien müsse der Anteil der Frauen künftig höher werden. "Wir,
die 11 weiblichen Mitglieder, der Vollversammlung treten an, mit dem Anspruch
auf gleichberechtigte Mitarbeit", so Christa Klaß. Im erweiterten
Aufgabengebiet der Landwirtschaftskammer nach der Agrarverwaltungsreform gäbe
es eine Vielzahl von Bereichen, die eine Mitarbeit der Frauen geradezu einfordere.
Die Aus-schüsse: Haushalt und Finanzen, Einkommensalternativen in Landwirtschaft
und Weinbau, Ag-rarstruktur und Regionalentwicklung, tierische Produktion oder
Weinbau seien nur einige Bei-spiele. "Alles, was wir als Landwirtschaftskammer
auf den Weg bringen, müssen wir zielorientiert auf unsere bäuerlichen
Familien ausrichten", so Christa Klaß vor der Vollversammlung. Deshalb
sei eine Mitwirkung der Frauen so wichtig. Sie selber kandidiere nicht als
Vizepräsidentin, sondern wolle gerne wieder im Vorstand mitarbei-ten, so
Klaß. Als gewähltes Mitglied des Europäischen Parlaments gäbe
es für sie eine Vielzahl von Aufgaben für die bäuerlichen Familien
zu gestalten, sowohl im Umwelt- wie auch im Agrar-bereich. Hier hoffe sie
auch künftig auf die regionale Unterstützung der Landwirtschaftskammer
Rhein-land-Pfalz, wenn es z. B. um die Grundwasserpolitik der EU gehe, wo Klaß
als Berichterstatterin des gesamten Europäischen Parlaments agiert.
Die
Landfrauenverbände in Rheinland-Pfalz wünschen der Landwirtschaftskammer
mit der neuen Führungsspitze ein gutes Wirken für die Zukunft der bäuerlichen
Familien. Die Kammer hat die Möglichkeit, die bäuerlichen Organisationen
zusammenzuführen und ge-meinsam und stark in den politisch notwendigen Entscheidungen
zu agieren. Die Landfrauen werden gerne mitarbeiten.
Das
neue Präsidium der Landwirtschaftskammer: Präsident Norbert Schindler,
MdB Vizepräsident Heribert Metternich Vizepräsident Rudolf Schneichel Vorstandsmitglieder
aus dem Verbandsgebiet Rheinland-Nassau: Leo Blum, Christa Klaß, Manfred
Zelder zurück
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