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Delegiertentagung des Landfrauenverbandes Rheinland-Nassau

Bildungsministerin Doris Ahnen zu Gast



Gerne nahm Bidungsministerin Doris Ahnen die Einladung zur Delegiertentagung des Landfrauenverbandes Rheinland-Nassau an.
v.l.n.r. Dr. Josef Derstappen, Hauptgeschäftsführer des Bauern- und Winzerverbandes Rhld.-Nassau, Gertrud Hoffranzen,stellvertretende Vorsitzende des LFV Rhld.-Nassau, Bildungsministerin Doris Ahnen, Christa Klaß, MdEP, Vorsitzende des LFV Rhld.-Nassau, Gertrud Endres Geschäftsführerin

Bildung ist ein zentrales Thema der Landfrauenarbeit. Dies unterstrich die Vorsitzende Christa Klaß, MdEP, in ihren Grußworten anlässlich der Delegiertentagung in Koblenz.
Als kompetente Referentin zum Thema Bildung hatte der Verband Bildungsministerin Doris Ahnen eingeladen.
Der Landfrauenverband bietet seinen Mitgliedern ein breites Spektrum an Weiterbildung und Information. Im vergangen Jahr waren dies in Rheinland-Nassau 2098 Veranstaltungen mit 44.107 Teilnehmerinnen. 1.986 Personen gingen mit den Landfrauen auf große Fahrt.
"Damit sind wir einer der größten Bildungsträger im ländlichen Raum. Wir tragen damit eine große Verantwortung und nehmen diese Verantwortung bewusst wahr indem wir unseren Mitgliedern ein breites Spektrum an Weiterbildung anbieten," betonte Christa Klaß in ihrer Begrüßung vor 70 Delegierten. Als Interessenvertretung der Frauen im ländlichen Raum fordere der Landfrauenverband die Wahlfreiheit zwischen Familie und Beruf. Hier sei auch das Bildungsministerium gefordert entsprechende Unterstützung zu leisten.
Bildungsministerin Doris Ahnen wies darauf hin, dass sie auch für die Kindergärten und Kinderkrippen verantwortlich sei. In Rheinland-Pfalz stünde bereits ein großes Angebot an Ganztagsplätzen stünde. Der Anspruch auf einen Krippenplatz für unter 2jährige werde gesetzlich verankert. Das Angebot an Ganztagsschulen werde weiter ausgebaut.
Im Hinblick auf die zukünftige schulische Entwicklung im ländlichen Raum sprach sich Doris Ahnen für wohnortnahe Schulen aus. Im Rahmen der demografischen Entwicklung würde es zwangsläufig zu Schließungen kommen. Es werde jedoch versucht so lange wie möglich Schulen in der Fläche zu erhalten In der Orientierungsstufe würden bereits Kooperationsmodelle zwischen Realschule und Hauptschule erfolgreich erprobt. Auf die Zukunft der Hauptschulen hin angesprochen betonte die Ministerin, dass Rheinland-Pfalz weiterhin an dem dreigliedrigen Schulsystem festhalten wolle. Die Hauptschule müsse jedoch berufsorientierter ausgerichtet werden. Es sei daran gedacht in der Hauptschule künftig einen Praxistag einzurichten um die Schüler direkt mit dem Berufsalltag vertraut zu machen und ihnen bessere Chancen auf einen Arbeitsplatz zu eröffnen.

Im Anschluss an ihr Referat stellt sich Bildungsministerin Doris Ahnen der regen Diskussion.

Landfrauen als anerkannte Fachkräfte in Schulen
Zuvor hatte Christa Klaß auf den Einsatz und die Leistung von qualifizierten Landfrauen als "Fachfrauen für Kinderernährung" und im Projekt "Hauswirtschaft an die Schulen" hingewiesen. Eine zentrale Forderung des Landfrauenverbandes sei es das Fach Hauswirtschaft verpflichtend an allen allgemeinbildenden Schulen einzuführen. "Hauswirtschaft ist Alltagskompetenz und diese fehlt unseren jungen Leuten vielfach, weil diese Inhalt in der Familie heute nur noch selten vermittelt werden," so die Vorsitzende.
"Leider stellen wir fest, dass die Schulen die Fachkräfte für den Projektunterricht zu minimalen Beträgen beschäftigen und damit die im Rahmenvertrag zwischen Ministerium , Landwirtschaftskammer und Landfrauen vereinbarten Verträge unterlaufen", kritisierte Christa Klaß. Ministerin Ahnen versprach Unterstützung. Sie werde sich ansehen wie diese Verträge vor Ort gehandhabt würden. Die Forderung nach einem Fach "Hauswirtschaft" unterstützte die Ministerin nicht. Hauswirtschaftliches Grundwissen habe durchaus seinen Platz in der allgemeinbildenden Schule, jedoch nicht als besonderes Fach. "Themen wie Ernährung, Umgang mit Lebensmitteln, sinnvoller Einsatz von Zeit und Geld, müssten fächerübergreifendvermittelt werden.

Schwerpunkte der künftigen Arbeit
Gesundheit und Ernährung werden auch künftig Schwerpunkte des Weiterbildungsangebotes sein. Marita Frieden berichtete über ein erfolgreich durchgeführtes Projekt "Ich lass nichts anbrennen" - Kochen mit Studierenden. Zunächst an den Unis in Worms und Landau erprobt wird dieses Projekt 2007auch an den Unis in Trier und Koblenz durchgeführt. Die Arbeitsgemeinschaft der Landfrauenverbände in Rheinland-Pfalz wird darüber hinaus in Zusammenarbeit mit de landwirtschaftlichen Krankenkasse Kurse Über gesunde Ernährung für in der LKK versicherte Kinder anbieten.
Auf Bundesebene läuft die Ausbildung von Landfrauen für den "aid-Ernährungsführerschein" an. Rheinland-Nassau hat sein Kontingent mit 3 Damen für die Qualifizierung ausgeschöpft.
Das erfolgreich durchgeführte Seminarangebot "Weiterbildung und Mitgliederwerbung" wird als Rhetorikseminar für Führungskräfte in den Regionen weitergeführt.
Die erfolgreiche Qualifizierung von Kursleiterinnen Kinderernährung, Nahrungszubereitung und Werken für die Kurse an der Basis ist auch weiterhin ein starkes Bindglied zwischen Landesverband und den Ortsverbänden..
"Uns ist es wichtig die Interessen der Frauen im ländlichen Raum mit Nachdruck zu vertreten und sie mit den Angeboten des Verbandes zu unterstützen," so das Fazit der Vorsitzenden Christa Klaß, MdEP.

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