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dem Pressegespräch war bei der Besichtigung der Mammographie-Einheit Möglichkeit
zum Gespräch. v. l. Radiologe Dr.med. Toni Vomweg,Operateur Dr. med.
Jan Dünnebacke, Gertrud Endres,LFV Rheinland-Nassau, Wolfgang Neumann von
der Krebsgesellschaft und Radiologe Dr. med. Jochen Schenk. |
Im
Juni startet in der Region Mittelrhein das neue Programm zur Früherkennung
von Brustkrebs für Frauen von 50 bis 69 Jahre. Mit der Eröffnung von
zwei speziell dafür eingerichteten Mammographie-Zentren, angeschlossen an
die Radiologischen Institute Hohenzollernstraße und Dr. von Essen (Koblenz),
können nach intensiver Vorarbeit nun die ersten Frauen ihre Früherkennungs-Untersuchung
in Anspruch nehmen. Ziel des sog. Mammographie-Screenings ist es, Brustkrebs möglichst
früh zu erkennen und damit gut behandeln und heilen zu können, wie bei
einer Auftakt-Pressekonferenz in Koblenz deutlich wurde. Denn noch immer zählt
Brustkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen. Jede 10. Frau
ist im Laufe ihres Lebens davon betroffen. Anknüpfend an die Brust-life-Aktionen
wird die Einführung des Mammographie-Screenings vom Landfrauenverband Rheinland-Nassau
mit einer breit angelegen Informationsarbeit unterstützt. Kostenlose
Untersuchung findet alle zwei Jahre statt "Die
Mammographie ist ein weiterer, wichtiger Baustein der persönlichen Vorsorge.
Daher sollte jede Frau ihren gesetzlichen Anspruch auf eine kostenlose Untersuchung
im Abstand von zwei Jahren nutzen", betonte der Vorsitzende der Kassenärztlichen
Vereinigung Rheinland-Pfalz, Dr. Carl-Heinz Müller. Es sei erfreulich, dass
nach der Einführung des Früherkennungsprogramms in Rheinhessen nun auch
die Region Mittelrhein an den Start gehe. Voraussichtlich bis Frühjahr 2008
werde in ganz Rheinland-Pfalz die flächendeckende Einführung vollzogen
sein. Die
Screening-Einheit Mittelrhein umfasst die Stadt Koblenz, die Kreise Mayen-Koblenz,
Neuwied, Ahrweiler, Altenkirchen sowie den Rheinlahn-Kreis und den Westerwaldkreis.
Alle ca. 140.000 anspruchsberechtigten Frauen aus diesem Gebiet werden im Laufe
der nächsten zwei Jahre eine persönliche Einladung zur Mammographie-Untersuchung
bekommen. Diese finden an den zwei Screening-Standorten in Koblenz statt, ein
drittes Zentrum soll in den nächsten Monaten in Betzdorf dazukommen, wie
die für das Screening-Programm verantwortlichen Radiologen Dr. med. Jochen
Schenk und Dr. med. Toni Vomweg ausführten. Für
Programm gelten die höchsten Qualitätsleitlinien An
das Mammographie-Screening-Programm werden die derzeit höchsten Qualitätsleitlinien
gestellt: So müssen alle Ärzte und MitarbeiterInnen besondere Qualifikationen
nachweisen, für die Mammographie-Geräte und die Durchführung der
Untersuchung gelten besondere Anforderungen; außerdem wird jede gemachte
Mammographie von mindestens zwei Ärzten befundet. "Mit der Mammographie
können wir Brustkrebs nicht verhindern, aber durch die regelmäßigen
Untersuchungen kann ein Tumor festgestellt werden, bevor er zu tasten oder auf
dem Ultraschall sichtbar ist", unterstrichen Dr. Schenk und Dr. Vomweg. Das
bedeute für die Frauen eine schonendere Behandlung und gute Heilungschancen.
Enge
Vernetzung mit Brustzentrum Mittelrhein Die
enge Vernetzung mit dem Brustzentrum Mittelrhein gewährleistet im Falle einer
Brustkrebserkrankung eine optimale medizinische Versorgung. "Bei einer frühen
Diagnose können wenig belastende Operationsverfahren eingesetzt werden",
erläuterten Prof. Dr. Richard Berger und Dr. Jan Dünnebacke als Vertreter
des Brustzentrums. Großen Wert lege man bei der Behandlung auch auf die
Einbindung des Gynäkologen oder Hausarztes der Frau. Eine psychosoziale Betreuung
der Betroffenen wird über die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz sichergestellt.
"Hier können Ängste in einer geschützten Atmosphäre besprochen
und stützende und entlastende Angebote abgerufen werden", so Geschäftsführer
Wolfgang Neumann. Die Krebsgesellschaft begrüßt die Einführung
des Mammographie-Screenings als einen wichtigen Beitrag zur Früherkennung
des Mamma-Karzinoms. Landfrauenverband
unterstützt Mammographie-Screening Unterstützt
wird die Einführung des Mammographie-Screenings in der Region auch vom Landfrauenverband
Rheinland-Nassau. "Als Landfrauenverband wollen wir dazu beitragen, die Frauen
nach den Brust-Life-Aktionen weiterhin für das Thema Brustgesundheit zu sensibilisieren.
Wir wollen unsere Strukturen nutzen, um über das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm
zu informieren", erklärte Geschäftsführerin Gertrud Endres.
Bereits
im Vorfeld der Einführung hat in Kooperation mit den verantwortlichen Ärzten
des Mammographie-Screening-Programms eine Informationsveranstaltung für die
rechtsrheinischen Kreisverbände auf der Festung Ehrenbreitstein stattgefunden.
Weitere Veranstaltungen sind geplant. Kreisverbände, die das Angebot einer
Informationsveranstaltung nutzen möchten, können sich mit der Geschäftsstelle
in Koblenz, Frau Gertrud Endres, in Verbindung setzen: Telefon 0261 / 0261 9885
- 1111; Mail: endres@bwv-net.de
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