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| Geschäftsführerin
Gertrud Endres l. und die Vorsitzende des Landfrauenverbandes
Rheinland -Nassau, Christa Klaß MdEP r. verabschieden
Maria Willems, langjährige Vorsitzende des LFV Saarburg |
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Delegierte des Landfrauenverbandes Rheinland-Nassau trafen sich
zur jährlichen Delegiertentagung in Koblenz. In ihrer Begrüßung
lobte die Vorsitzende Christa Klaß MdEP die ehrenamtlichen
Aktivitäten der Kreis- und Ortsverbände. Es sei beeindruckend
was die Landfrauen vor Ort auf die Beine stellten, so die Vorsitzende.
In vielen Gemeinde seien die Landfrauen nach wie vor der Motor für
die Projekte und Initiativen.
Mit 20.800 Mitgliedern ist der Landfrauenverband Rheinland-Nassau
der größte Landesverband in der Arbeitsgemeinschaft der
Landfrauenverbände in Rheinland-Pfalz. Auch wir haben mit der
demografischen Entwicklung zu kämpfen und einen leichten Mitgliederrückgang
zu verkraften. Diese Entwicklung müssen wir im Auge behalten,
so Christa Klaß. Mit Motivationsseminaren für die Führungskräfte
der Kreisverbände versuchen wir dieser Entwicklung entgegenzusteuern.
Ein großer Vorteil des Landfrauenverbandes sei die persönliche
Vernetzung. Leider hapert es im ländlichen Raum an der elektronischen
Vernetzung. Der Landfrauenverband fordert bereits seit Jahren eine
Datenautobahn im ländlichen Raum. Derzeit läuft eine Unterschriftensammlung
des Deutschen Landfrauenverbandes, der diese Forderung an die Bundespolitik
damit unterlegt.
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v.l.n.r.
Vorsitzende Christa Klaß MdEP, verabschiedet Gisela
Kehl, Geschäftsführerin des Landfrauenverbandes
Meisenheim gemeinsam mit der Vorsitzenden des LFV Meisenheim
Hildegard Krauß und Gertrud Endres.
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Ernährung und Hauswirtschaft immer aktuell
Das Thema Ernährung und Hauswirtschaft ist für den Landfrauenverband
immer wieder aktuell. Mit Kursleiterinnen für Nahrungszubereitung
und Kinderernährung, Botschafterinnen für Agraprodukte
und Landfrauen als hauswirtschaftliche Fachkräfte in Ganztagsschulen
bieten die Verbände ein breites Spektrum der Ernährungsbildung
vor Ort an. Auch auf der politischen Ebene besteht ein großes
Interesse an den Themen Ernährung, Lebensmittelsicherheit,
Verbraucherinformation und Verbraucherschutz. Die Landfrauen sind
mit ihren Angeboten auf dem richtigen Weg.
Derzeit werde im Europäischen Parlament die Lebensmitteletikettierung
mit offenem Ausgang diskutiert. Bisher hätte die unnötige
Ampelkennzeichnung im Ausschuss verhindert werden können, berichtete
Christa Klaß MdEP.
Für
sie stehe immer noch die Eigenverantwortung, Bildung und Erziehung
an vorderster Stelle. Hier liege der Schlüssel so die Vorsitzende.
Den Menschen müssten die Zusammenhänge erklärt werden.
Es gäbe keine guten oder schlechten Lebensmittel, sondern nur
falsche Auswahl und falsche Zubereitung von Nahrungsmitteln. "Gesunde
Ernährung" müsse fest im Lehrplan verankert werden.
Die Kultusministerin von RLP ,Doris Ahnen, wehre sich jedoch hartnäckig
dagegen.
Blick
über den Tellerrand - Essen mit Vernunft
Ute Pötsch, vom Dienstleistungszentrum ländlicher Raum
Westerwald- Osteifel referierte zum Thema nachhaltige Ernährung.
Unter dem Titel Essen mit Vernunft sprach sie die Grundsätze
der Ernährung im Hinblick auf die Entwicklung des Klimas an.
Die Verbraucher würden diesen Punkt bei der Nahrungsauswahl
nur wenig beachten. Ein Grund dafür sei, dass Lebensmittel
aus aller Welt zu jeder Jahreszeit überall preiswert verfügbar
seien. Damit sei keine Wertschätzung von Lebensmitteln vorhanden.
Erst mit der Diskussion um die globale Erwärmung des Klimas
sei auch der Ausstoß von Treibhausgas im Hinblick auf die
Erzeugung und den Transport von Lebensmitteln ein Thema geworden,
so die Referentin.
Nachhaltige
Ernährung müsse unter folgenden Kriterien betrachtet werden:
Umweltverträglichkeit
Wirtschaftlichkeit
Sozialverträglichkeit
Gesundheit
Besonders
bedenklich ist der hohe Verarbeitungsgrad der Lebensmittel. 80-90%
der Lebensmittel kommen verarbeitet in den Handel. Mehr als 50 %
der Energie die für Erzeugung, Verarbeitung und Transport von
Lebensmitteln benötigt wird ist für die Verarbeitung erforderlich.
In verarbeiteten Lebensmitteln finden sich viele Zusatzstoffe, z.
B. Geschmacksverstärker. Diese suggerieren dem Verbraucher,
dass Lebensmittel immer gleich schmecken. Andere Stoffe sorgen dafür
dass die Lebensmittel immer gleich aussehen. Somit geht dem Verbraucher
der Geschmackssinn verloren. "Es liegt an Ihnen umweltbewusst
einzukaufen, Sie machen Politik mit dem Einkaufskorb," appellierte
Ute Pötsch an die Teilnehmerinnen. Saisonales Essen mit frischen
Lebensmitteln der Region sei immer noch die gesündeste und
umweltfreundlichste Art der Ernährung. Wichtig sei auch sich
auf ein gesundes Essen zu Hause zu freuen, die sei der "fast-food"
Generation leider abhanden gekommen. Auch in diesem Punkt sei Ernährungsbildung
dringen gefordert.
Situation
der Landwirtschaft
In seinem Grußwort beleuchtete der Präsident des Bauern-
und Winzerverbandes ÖR Leo Blum die Situation der Landwirtschaft.
In Anbetracht des angespannten Bundeshaushaltes sah er nur wenig
Spielraum zur Verbesserung der Förderung der Landwirtschaft
durch die Bundesregierung. Der Bundeshauhalt umfasst 280 Milliarden.
Davon gehen derzeit 140 Milliarden, also die Hälfte, in soziale
Sicherungssysteme. Die Tendenz ist steigend. Trotzdem forderte der
Präsident für die Landwirte, die dem Verbraucher gesunde
und preiswerte Nahrung zur Verfügung stellten, müsse sich
die Leistung lohnen. Hier sei die Politik nach wie vor gefordert.
Positiver äußerte sich Leo Blum im Hinblick auf die Entwicklung
des Milchpreises. Die Märkte zeigten steigende Tendenz, deshalb
sei aus einer Sicht ein Anstieg des Milchpreises möglich.
In der anschließenden Diskussion war das Erosionskataster
und die Umsetzung in Rheinland-Pfalz Hauptthema.
Verabschiedung langjähriger Ehrenamtlicher
Der Landfrauenverband lebt von dem ehrenamtlichen Engagement seiner
Mitglieder. Die Kreisvorsitzenden und die Kreisgeschäftsführerinnen
sind dabei die Vordenker vor Ort und damit besonders gefordert.
Ohne ihren Einsatz wäre das breite Bildungsangebot und die
vielen Veranstaltungen in der Fläche nicht zu schultern. Mit
einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedete Christa
Klaß die Vorsitzende des Landfrauenverbandes Saarburg, Maria
Willems. 20 Jahre war Maria Willems als Kreisvorsitzende aktiv.
Neben der Bildungsarbeit hat sie sich für den Berufsstand und
die Region in vielen Projekten und Aktionen eingesetzt.
Die Geschäftsführerin des Landfrauenverbandes Meisenheim,
Gisela Kehl, wurde nach 16 jähriger Amtszeit verabschiedet.
Umsichtig hat sie die Geschäfte des LFV Meisenheim in engem
Kontakt mit den Ortverbänden geführt. Die gute Zusammenarbeit
mit dem Kreisverband Kreuznach war ihr wichtig. "Wir
sind stolz auf diese engagierten Frauen in unseren Reihen und bedanken
uns herzlich für ihren langjährigen Einsatz an führender
Stelle," äußerte sich die Vorsitzende Christa Klaß
MdEP.
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