Kontakt
  Impressum

Altenkirchen Neuwied Westerwald Bad Neuenahr - Ahrweiler (noch kein Link verfügbar) Mayen-Koblenz Rhein-Lahn Daun (noch kein Link verfügbar) Cochem-Zell (noch kein Link verfügbar) Rhein-Hunsrück Bad-Kreuznach (noch kein Link verfügbar) Bitburg-Prüm (noch kein Link verfügbar) Bernkastel-Wittlich Birkenfeld (noch kein Link verfügbar) Trier-Saarburg (noch kein Link verfügbar)




Bundesvorstand des Deutschen Landfrauenverbandes tagte in Berlin

Forderungen des Landfrauenverbandes Rheinland-Nassau aufgenommen




An der Bundesvorstandssitzung des Deutschen Landfrauenverbandes dlv, im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin nahmen aus Rheinland-Nassau die Vorsitzende
Christa Klaß, MdEP und die Geschäftsführerin Gertrud Endres teil.


Christa Klaß, MdEP, stellte den Antrag, die steuerliche Absetzbarkeit aller hauswirtschaftlichen Dienstleistungen bei der Bundesregierung einzufordern. Die laut Koalitionsvertrag von der Bundesregierung geplante Absetzbarkeit von hauswirtschaftlichen Dienstleistungen sei Anlass zur Freude gewesen. Damit wäre eine alte Forderung der Landfrauenverbände und anderer Frauenverbände endlich erfüllt worden. Das Ergebnis der Kabinettsklausur sei jedoch enttäuschend. Der Ansatz den Arbeitsplatz Haushalt nur unter dem Gesichtspunkt der Kinderbetreuung zu sehen sei nicht richtig und entspräche nicht dem notwendigen gesellschaftspolitischen Ansatz, so Klaß.


Für die Gestaltung einer "familienfreundlichen Gesellschaft" in Deutschland müsse an vielen Schrauben gedreht werden. Grundsätzlich gäbe es keinen Grund den Arbeitsplatz im Haushalt anders zu sehen als einen Arbeitsplatz in der gewerblichen Wirtschaft. Neben gesunder Ernährung, ordnungsgemäßer Reinigung und Wäschepflege produziere der Arbeitsplatz Haushalt insbesondere Menschlichkeit neben der Versorgung der Familienmitglieder. Die Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Menschen gehe ebenfalls weit über eine reine Dienstleistung hinaus.
Das Argument der Kosten einer steuerlichen Anerkennung dürfe nicht einseitig gesehen werden. Im Gegenzug müssten auch die Einnahmen, die ein versicherungs- und steuerpflichtiger Arbeitsplatz einbringe gesehen werden. Gleichzeitig bestünde für viele Menschen die Möglichkeit, den Weg aus der Schwarzarbeit in legale Arbeit zu finden.


Sie sehe es im Interesse der Absicherung von Frauen für Alter und Krankheit als notwendig an, die Möglichkeiten der versicherungsfreien Arbeit einzuschränken. Wenn Arbeitgeber den Arbeitsplatz steuerlich geltend machen könnten müssten sie auch daran interessiert sein Arbeitsplätze zu schaffen. Sie selbst habe in dieser Angelegenheit bereits einen Brief an Wirtschaftsminister Franz Müntefering geschrieben, so Klaß. Der Antrag wurde vom Bundesvorstand angenommen. Das Präsidium wird die Forderung an die politischen Entscheidungsträger herantragen.


Ein weiteres Anliegen des Landfrauenverbandes Rheinland-Nassau trug Geschäftsführerin
Gertrud Endres vor: Im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft zeichne sich ab, dass verstärkt junge Frauen unter falschen Versprechungen an die Spielstätten gelockt und dort zur Prostitution gezwungen würden. Schwester Lea Ackermann von Solwodi e.V., einem Verein
der Frauen aus der Zwangsprostitution heraushilft, hat den Landfrauenverband um ideelle Unterstützung einer Aufklärungskampagne gegen Zwangsprostitution gebeten. Durch Flyer und Artikel soll auf die Problematik des modernen Menschenhandels hingewiesen werden. Der Deutsche Landfrauenverband wird die Kampagne unterstützen. Der Deutsche Frauenrat hat den Deutschen Fußballbund bereits aufgefordert zur Weltmeisterschaft eine entsprechende Kampagne "Männer sind gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution" zu starten.
Diese gemeinsamen Aktionen könnten zu mehr Achtung der Menschenwürde von Männern und Frauen beitragen.

zurück

.