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 | Ehrenpräsident
ÖR Günther Schartz, freute sich mit v. l. n. r. Gisela Kehl, Christa
Klaß MdEP, Vorsitzende des LFV Rhld.-Nassau, Erika Hüsch, Angelika
Bormann, Gertrud Endres und Leo Blum Präsident des BWV Rhld.-Nassau über
die herzliche Verabschiedung
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Zur
Delegiertentagung trafen sich die Führungskräfte des Landfrauenverbandes
Rheinland-Nassau in Koblenz. Vorsitzende Christa Klaß MdEP wies in ihrer
Begrüßung auf das starke Netzwerk der Landfrauenverbände im ländlichen
Raum hin. Mit über 21.500 Mitgliedern haben wir schon vieles bewegt und wir
bleiben weiterhin am Ball, so die Vorsitzende. Damit das Netzwerk Landfrauenverband
auch künftig funktioniert lauft derzeit eine Kampagne unter dem Motto "Fit
sein für morgen - Gespräche führen im Landfrauenverband".
Damit sollen potenzielle Mitglieder angesprochen werden. Ein wichtiges Anliegen
der Landfrauen sei die mühsam erkämpfte Ernährungsberatung in Rheinland-Pfalz.
So würden sich die Verantwortlichen bei dem neuen Minister für Wirtschaft,
Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Hendrik Hering, für den Verbleib der
Ernährungsberatung in seinem Ressort einsetzen. Künftige
EU Agrarpolitik Weiterhin ging Christa Klaß auf die finanzielle Vorausschau
des EU-Haushaltes 2007-2013 ein. Im Dezember Rat wurden 4 Mrd. mehr vorgeschlagen,
aber 10 Mrd. weniger als das Europäische Parlament gefordert habe. Die Agrarmittel
würden nicht gekürzt, aber auch nicht erhöht. Dabei sei zu berücksichtigen,
dass die eingestellten Gelder nicht für die künftigen Beitrittsländer
Rumänien und Bulgarien ausreichten. Es sei also mit Kürzungen zu rechnen,
bzw. die obligatorische nationale Kofinanzierung müsse erfolgen. Sorgen
bereite der noch nicht ausgestandene Streit um die freiwillige Modulation von
20%. Im Rahmen der Strukturförderung und der ländlichen Entwicklung
würde am meisten eingespart. Es fiele schwer an die politischen Absichtserklärungen
zur Stärkung des Ländlichen Raumes zu glauben. Es müsse sehr genau
überlegt werden, welche Fördertatbestände in die Programme ELER
und PAUL hineingepackt werden sollen Konzentration auf das nötigste sei geboten. In
seinen Grußworten lobte der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes
Leo Blum das vielfältige Engagement der Landfrauenverbände im ländlichen
Raum. Weiterhin ging er auf die stark gestiegenen sozialen Belastungen der landwirtschaftlichen
Familien ein. Schwerpunkt der anschließenden Diskussion waren Fragen rund
um die landwirtschaftliche Sozialversicherung. Den
Verbrauchern auf der Spur Referentin Simonetta Carbonaro beleuchtete das
veränderte Verbraucherverhalten und stellte Strategien für die Bedürfnisse
von morgen vor. Die Ernährungswirtschaft versuche mit immer neuen Produktoffensiven
die Attraktivität des Angebotes sicherzustellen. Folglich stiegen die Vermarktungskosten
stark an ohne eine gewünschte Absatzsteigerung zu erreichen. Kunden seien
keine "Verbraucher" mehr, sie handelten als aufgeklärte Marktteilnehmer,
bewegten sich quer durch alle Marktsegmente und stellten ihren ganz persönlichen
Produkte-Mix zusammen. Gefragt seien weniger neue Produkte. Es zählen einfache,
fassbare Bezugspunkte, die die Kaufentscheidung erleichtern. So heißt gute
Kommunikation heute etwas über die Geschichte und den Entstehungsprozess
der Produkte erzählen zu können und nicht, Märchen aufzutischen.
Für den Konsumenten komme es auf Mehrwerte an, die von gesellschaftlichen
und kulturellen Strömungen bestimmte werden. In allen westlichen Ländern
seien Herr und Frau Jedermann auf der Suche nach dem besonderen Geschmackserlebnis.
Die italienische slow food Bewegung habe es schon früh verstanden Tradition,
Region und Kultur als Mehrwerte zu mobilisieren und darüber eine neue Qualitätskategorie
bei Lebensmitteln zu definieren :Exzellenz. Die Bedeutsamkeit von Lebensmitteln
und Speisen der Exzellenz erlaube es dem Konsumenten nach außen seine Einzigartigkeit
zum Ausdruck zu bringen. Wenn er sich diesen Luxus leiste sei er bereit dafür
mehr zu bezahlen. Laut Prof. Simonetta Carbonaro müsse sich die Ernährungswirtschaft
einer Mehrwertstrategie bedienen um zukünftig nachhaltige Märkte sichern
zu können. Dem anspruchsvollen Vortrag folgte eine lebhafte Diskussion. Verabschiedung
und Ehrungen Für ihr langjähriges Engagement als Geschäftsführerin
des Landfrauenverbandes Meisenheim erhielt Gisela Kehl die Silbernen Biene durch
die Landesvorsitzende Christa Klaß. Zwei langjährig aktive Führungskräfte
haben ihre Ämter abgegeben und wurden verabschiedet. Erika Hüsch war
12 Jahre engagierte Vorsitzende des Landfrauenverbandes Altenkirchen und Angelika
Bormann hat 14 Jahre die Geschäfte des Landfrauenverbandes Neuerburg geführt.
Christa Klaß überreicht den engagierten Damen die Silberne Biene mit
den Landesfarben und bedankte sich mit einem Geschenk für den langjährigen
Einsatz. Sich um das Gemeinwohl zu kümmern sei in der heutigen Zeit nicht
mehr selbstverständlich. Deshalb können wir stolz auf so engagierte
Frauen im Landfrauenverband sein, freute sich die Vorsitzende.
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